Ernährung eines Diabetikerhundes

diabetes-528678_640Die Symptome beginnen schleichend. Habe ich den Wassernapf nicht heute Morgen erst aufgefüllt? Warum muss Fifi schon wieder raus? Und dünner ist er geworden, obwohl ich am Futter nichts geändert habe… Dahinter kann sich die Stoffwechsel-Erkrankung Diabetes mellitus verbergen.

Was ist Diabetes und woran erkenne ich diese Krankheit?

Das Hormon Insulin sorgt dafür, dass der Zucker (= Energie) aus dem Blut in die Körperzellen gelangt. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) zeichnet sich durch einen Mangel an Insulin aus, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Liegt die Insulin-Produktion bei Null, hat der Hund Diabetes Typ 1. Erkrankte Hunde sind zum Überleben von einer Insulintherapie abhängig. Fast alle Hunde mit Diabetes haben Typ 1 (bei Katzen circa 30%). Beim Typ 2-Diabetes stellt der Körper noch geringe Mengen an Insulin zur Verfügung, welche nicht für den gesamten Körper ausreichen. Diabetes mellitus Typ 2 tritt überwiegend im Alter auf, Übergewicht begünstigt die Entstehung. Diabetes ist nicht heilbar.

Ist Ihr Hund an Diabetes erkrankt, hat er zu viel Zucker im Blut. Dieser ist ebenfalls im Urin nachweisbar. Der Zucker entzieht dem Körper Wasser, wodurch die Hunde öfter urinieren. Der Wasserverlust wird durch reichliches Trinken kompensiert. Kranke Hunde fressen viel und verlieren indessen kontinuierlich Gewicht.

Diabetes und Ernährung: Ein Themenkreis

Der Energiegehalt des Futters beeinflussst die Höhe des Blutzuckerspiegels und damit das Wohlbefinden des erkrankten Hundes. Mehrmals täglich erhält der Hund die passende Dosis Insulin per Spritze. Unverzichtbar ist ein genauer Ernährungsplan, damit Sie die korrekten Insulinmengen planen. Ein Zuviel an Insulin kann für den Patienten verheerende Folgen bis hin zum Koma haben (hypoglykämischer Schock).

Im Handel gibt es spezielles Futter für Diabetikerhunde. Besonders wichtig ist, dass Ihr Hund sein Futter gerne mag und zuverlässig frisst, da es ansonsten zu Über- oder Unterzuckerung kommt. Futtersorten ohne Zuckerzusatz und Stärke sind vorzuziehen, da die genannten Bestandteile den Blutzuckerspiegel schnell und stark anheben. Bestimmte Getreide wie Gerste und Sorghum helfen dem kranken Hund, weil sie die Energie nur langsam in den Stoffwechsel abgeben. Je nach Höhe des Blutzuckerspiegels leidet der Hund unter Übelkeit oder Erbrechen. Das muss bei der Portionsgröße einbezogen werden.

Um den größtmöglichen Nutzen und die beste Kontrolle über die Insulintherapie zu haben, ist ein normales Gewicht des Hundes unerlässlich. Unter- oder Übergewicht erschweren die Therapie und das Leben des Hundes.