Wie unsere Hunde ihre Nahrung verdauen

verdauung-hund_farbigUnsere Hunde sind Fleischfresser, in der Fachsprache Carnivoren genannt. Der Verdauungstrakt ist bei dieser Ernährungsform recht simpel strukturiert, da die gejagde Nahrung reich an Nährstoffen ist und sich leicht verdauen lässt. Um erfolgreich bei der Jagd zu sein, besitzen die Hunde scharfe Reisszähne, mit denen sie größere Stücke von der Beute abreissen und herunterschlucken können.

Interessant ist die Reihenfolge, in der Carnivoren fressen. Zunächst öffnet er den Bauchraum der Beute, um dessen Magen und Darm zu fressen. Dadurch nimmt der Hund Pflanzen, Gemüse und Kräuter auf, da die Beutetiere überwiegend Pflanzenfresser sind. Die pflanzliche Nahrung ist zu dem Zeitpunkt vom Beutetier vorverdaut, was dem Fleischfresser das Verwerten erst ermöglicht.

Zusatzwissen: Bei der Nahrung, die wir unseren Hunden zuführen, wurden diese Bestandteile durch Erhitzen verdaulich gemacht.

Anschließend nagt der Hund das Fleisch von den Knochen. Das Fressen von Haut und Knochen selbst dient nicht zuletzt der Zahnpflege. Für uns als Hundehalter ist das Wissen um die natürliche Ernährung wichtig. So sind wir in der Lage, die richtige Wahl bei der Fütterung unserer Hunde zu treffen (Trockenfutter, Nassfutter, Frischfleisch oder BARF).

Die Verdauung eines Fleischfressers

• Im Maul beginnt die Nahrungsaufnahme. Gemäß seines Raubtiergebisses –bestehend aus 42 Zähnen- zerkleinert ein Fleischfresser die Beute nur grob und verschlingt sie umgehend. Anders als bei Pflanzenfressern ist das Kiefergelenk von Carnivoren nicht beweglich und kann die Nahrung schlecht zermahlen. Zudem gilt beim Rudeltier Hund: Wer schnell frisst, bekommt mehr ab.
• Mithilfe von Speichel startet der Transport der Nahrung durch die Speiseröhre, welche sich wellenförmig kontrahiert.
• Im Magen weicht die Nahrung während 2-8 Stunden durch Verdauungssäfte ein. Magen und Speiseröhre bilden zusammen den Vorderdarm.
• Von dort gelangt die Nahrung in kleinen Mengen in den ersten Teil des Dünndarms. Hier führt der Körper Enzyme aus der Gallenblase sowie der Bauchspeicheldrüse zu, ohne die der Körper die Nährstoffe nicht resorbieren könnte. Die meiste Stoffwechselarbeit leistet der Dünndarm. Er benötigt für seine Arbeit nur ungefähr zwei Stunden.
• Im Dickdarm nimmt der Körper die Vitamine und Mineralstoffe auf. Der nicht verdauliche Rest der Nahrung wird durch Wasserentzug zu Kot geformt und später abgesetzt. Die gesamte Verdauung eines Hundes ist in annähernd 24 Stunden abgeschlossen.

Um die Gefahr einer Magendrehung zu minimieren, ist es ratsam, den Hund nach dem Fressen einige Zeit ruhen zu lassen.