Niereninsuffizienz beim Hund

Filed in Niereninsuffizienz Hund by on 16. November 2018 • views: 952

Von einer Niereninsuffizienz sind bis zu 20% aller Vierbeiner betroffen. Auch wenn die CNI (chronische Niereninsuffizienz) ein häufiges Leiden älterer Vierbeiner ist, kann es auch jüngere Hunde treffen. Lange unbemerkt, zeigen sich die ersten Symptome meist erst dann, wenn der Hund bereits deutlich an Lebensqualität verloren hat und die Niere schwer geschädigt ist.
Doch was passiert eigentlich bei einer Niereninsuffizienz beim Hund? Wie hoch ist die Lebenserwartung und welche Therapiemöglichkeiten können zum Einsatz kommen, um dem Hund ein Stückchen Lebensqualität zurückzugeben.

Die Aufgaben der Hundeniere

Hauptaufgabe der Nieren beim Hund ist die Reinigung des Blutes. Sämtliche Giftstoffe die der Vierbeiner letzten Endes in Form von Urin ausscheidet, werden von den Nieren herausgefiltert.

Die Nieren haben außerdem die Aufgabe, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers zu regulieren. Schon eine geringe Abweichung kann zu körperlichen Einschränkungen führen.

Weniger bekannt ist, dass die Nieren sich außerdem um das Gleichgewicht der Mineralstoffe im Organismus kümmern. Die Konzentration von Kalzium und Phosphat im Blut wird von der Niere gesteuert und bei Bedarf ausgeschieden oder zurückgehalten.

Der Blutdruck des Hundes wird ebenfalls durch die Nieren beeinflusst. Liegt eine Niereninsuffizienz beim Hund vor, führt das häufig zu einem Bluthochdruck, den es unter Umständen medikamentös zu behandeln gilt um die Nieren zu entlasten.

Was passiert bei einer Niereninsuffizienz beim Hund?

Bei einer Nierenschwäche oder Niereninsuffizienz beim Hund handelt es sich um das Nachlassen der Funktion der Nieren. Diese Unterfunktion kann entweder chronisch sein – das heißt, dass sich die Niereninsuffizienz beim Hund über einen längeren Zeitraum nach und nach verschlechtert. Oder aber es handelt sich um die akute Form, bei der ein plötzliches Nierenversagen auftritt. Beiden Formen ist gemein, dass die Fähigkeit der Niere, giftige Substanzen mit dem Urin zu eliminieren, den Säure-Basen-Haushalt und den Blutdruck zu regulieren, eingeschränkt ist. Sogenannte Nephrone (Nierenkörperchen) verschwinden durch die Entzündung der Nieren nach und nach. Kompensiert wird dieser Verlust dadurch, dass die verbleibenden Nephrone in ihrer Leistung gesteigert werden. Ab einem Verlust von etwa 50% der Nephrone werden die Symptome der Niereninsuffizienz beim Hund sichtbar, da die Niere diesen immensen Mangel nicht mehr ausgleichen kann. Leider regeneriert sich das verlorene Nierengewebe nicht mehr, weswegen es ausgeprochen wichtig ist, bereits kleinere Anzeichen wahrzunehmen oder gegebenenfalls jährliche Blut- und Urinkontrollen beim Tierarzt durchführen zu lassen.

Wodurch entsteht eine Niereninsuffiziens beim Hund?

Die Gründe für eine Niereninsuffizienz beim Hund sind mannigfaltig. Während die akute Niereninsuffizienz beim Hund fast immer eine chronische Niereninsuffizienz nach sich zieht, liegen die auslösenden Faktoren breit gefächert. Eine plötzliche Mangeldurchblutung der Nieren durch einen rapiden Blutverlust kann in etwa zu einer akuten Niereninsuffizienz beim Hund führen. Auch Vergiftungen durch falsche Lebensmittel ziehen eine Schädigung des Nierengewebes nach sich, wodurch eine chronische Niereninsuffizienz entstehen kann. Falsche Medikamente, eine Überbesiedelung mit Bakterien, sowie Tumore können ebenso eine chronische Niereninsuffizienz beim Hund auslösen. Allgemein gilt, dass sämtliche Ursachen die zu einer Abflussstörung im Harntrakt des Hundes führen immer eine chronische Niereninsuffizienz nach sich ziehen können.

Niereninsuffizienz beim Hund – die Stadien

Die Niereninsuffizienz beim Hund hat unterschiedlichen Stadien die das Fortschreiten der Krankheit kennzeichnen.

Stadium 1 – Niereninsuffizienz beim Hund

Der Hund zeigt im ersten Stadium keine erkennbaren Anzeichen einer Nierenschädigung.

Stadium 2 – Niereninsuffizienz beim Hund

Die Niereninsuffizienz beim Hund zeigt Symptome. Der Appetit schwindet langsam, das Fell wirkt glanzlos und im Blut sind erste klinische Merkmale erkennbar.

Stadium 3 – Niereninsuffizienz beim Hund

Die Symptome verdeutlichen sich zunehmend. Entzündung der Schleimhaut im Maul, Juckreiz, Futterverweigerung, stark vermehrte Wasseraufnahme und häufiges Erbrechen sowie Durchfall kennzeichnen dieses stark fortgeschrittene Stadium.

Stadium 4 – Niereninsuffizienz beim Hund

Das letzte Stadium der Niereninsuffizienz beim Hund ist gekennzeichnet durch die komplette Nahrungsverweigerung, einem deutlich erhöhtem Schlafbedürfnis und der Neigung zu Krampfanfällen. Auch kann der Hund ins Koma fallen.

Niereninsuffizienz beim Hund – die Symptome

Leider ist es nicht gerade einfach eine chronische Niereninsuffizienz zu erkennen, da der überwiegende Teil der Symptome typische Begleiterscheinungen bei älteren Hunden sind. Hierzu zählen unter anderem der erhöhte Durst, verminderter Appetit, Erbrechen sowie Übelkeit, vermehrter Absatz von Harn, Müdigkeit und allgemeine Lustlosigkeit, Gewichtsverlust sowie ein stumpf wirkendes Fell. Natürlich müssen diese Symptome nicht alle gleichzeitig auftreten. Da es sich bei diesen Symptomen aber ebenso um die Symptome anderer Krankheiten handeln kann, ist es immer angebracht einen Tierarzt aufzusuchen sobald man Veränderungen am eigenen Hund bemerkt – das betrifft vor allem die Flüssigkeitsaufnahme sowie den Harnabsatz.
Das tückische an der chronischen Niereninsuffizienz ist, dass sie bereits weit fortgeschritten ist sobald dem Halter die oben genannten Symptome auffallen.

Diagnose einer Niereninsuffizienz

Besteht der Verdacht auf eine chronische Niereninsuffizienz wird der Tierarzt sofort die passenden Bluttest sowie eine Analyse des Urins veranlassen. Im Blutbild wird letzten Endes deutlich, dass gewisse Abfallprodukte des Körpers wie beispielsweise Harnstoff oder Kreatinin in erhöhter Menge vorhanden sind.

Allgemeine Lebenserwartung von Hunden mit Niereninsuffiziens

Eine pauschale Zeitspanne für die Lebenserwartung eines Hundes mit Niereninsuffizienz lässt sich nicht festlegen. Es kommt stets darauf an, in welchem Stadium die Niereninsuffizienz erkannt wird.
Auch wenn eine Niereninsuffizienz nicht heilbar ist, so kann man ihren Verlauf doch positiv beeinflussen und mit Hilfe des Tierarztes einen speziellen Therapieplan entwickeln, der zu einem verlangsamten Verlauf der Krankheit führt.

Behandlung einer Niereninsuffiziens beim Hund

Bei einer akuten Niereninsuffizienz beim Hund handelt es sich um einen Notfall der eine intensivmedizinische Versorgung nötig macht. Der Hund muss stationär in eine Klinik oder Praxis aufgenommen und die Auslöser eliminiert werden. Um den Hund optimal zu versorgen ist ein rasches Handeln durch den Halter und den behandelnden Tierarzt nötig. Nur so können sich die Nieren des Vierbeiners regenerieren bis sie letztlich ihrer Funktion wieder selbstständig nachkommen können.

Bei der chronischen Niereninsuffizienz besteht das Ziel darin, die auslösenden Faktoren zu eliminieren und den fortschreitenden Verlust der Nephrone zu verlangsamen.

Hierfür bietet sich in akuten Phasen vor allem eine Therapie mit Infusionen an, die einer Dehydrierung des Hundes entgegenwirkt und ihn mit wichtigen Mineralstoffen versorgt. In späteren Phasen kann es nötig sein Medikamente zu verabreichen, die die Nieren entlasten. Meist kommen hier sogenannte Phosphatbinder zum Einsatz, die das überschüssige Phosphat aus dem Blut herausfiltern. Auch können Medikamente zur Senkung des Blutdrucks verabreicht werden.
Der wichtigste Bestandteil der Behandlung eines Hundes mit chronischer Niereninsuffizienz besteht jedoch in der Anpassung seiner Ernährung.

Niereninsuffizienz beim Hund – Ernährung

Auch wenn eine Niereninsuffizienz beim Hund teilweise durch Medikamente unterstützt werden kann, ist es ausgesprochen wichtig die Funktion des noch gesunden Nierengewebes längst möglichst zu erhalten. Mittels einer speziellen Diät wird die Niere bei ihrer Arbeit entlastet wodurch über einen längeren Zeitraum die Lebensqualität des Hundes deutlich verbessert werden kann.

Bei Niereninsuffizienz beim Hund ist die Ernährung ausschlaggebend für den Erfolg einer Therapie.
Hierfür sollte ein Diätplan, der exakt auf den jeweiligen Hund zugeschnitten ist, durch den Tierarzt ausgearbeitet werden. Wichtig ist vor allem, dass man sich genauestens an die Vorgaben hält, da ein Erfolg der Therapie sonst ausgeschlossen ist.

Vor allem auf den Proteingehalt im Futter des Hundes muss geachtet werden. Nicht selten wird der Anteil an Proteinen stark heruntergefahren oder stattdessen ausschließlich hochwertiges Eiweiß gefüttert. Neben der Angleichung des Proteins benötigen Hunde ebenso ein Futter mit einem reduzierten Gehalt an Natrium, Magnesium und Phosphor. Vor allem der niedrige Phosphorgehalt bietet eine optimale Entlastung der Nieren. Der geringe Gehalt an Natrium schützt hingegen das Herz- und Kreislaufsystem.

Die Ernährung eines niereninsuffizienten Hundes wird dadurch erschwert, das durch den häufigen Appetitverlust nur vermindert Futter aufgenommen wird. Es sollte also ebenso darauf geachtet werden, dass das Diätfutter eine hohe Energiedichte aufweist und dem Hund auch schmeckt.

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Hunde mit Niereninsuffizienz (= Erkrankung der Niere) benötigen – in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung – ein speziell für diese Situation angepasstes Futtermittel, um die Niere maximal zu entlasten, dem Körper aber trotzdem mit hochwertigen und allen benötigen Nährstoffen zu versorgen.

  • Leicht verdaulich
  • Hochverdauliche, hochwertige Zutaten
  • Durch Gefriertrocknung werden die Nährstoffe und des Geschmack maximal erhalten
  • Frei von Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern, Farbstoffe, Aromen
  • Lange haltbar

Niereninsuffizienz beim Hund – Ernährung mit Leckerchen

Steht der Therapieplan einmal, wird der Halter schnell merken, dass von nun an keinerlei Snacks oder Leckerchen mehr verfüttert werden dürfen. Wer seinem Hund aber dennnoch zwischendurch etwas Gutes tun möchte kann entweder kleine Rationen des Hauptfutters zurückhalten und zwischendurch verfüttern oder aber auf spezielle Leckerchen für nierenkranke Hunde zurückgreifen – alles in stetiger Absprache mit dem behandelnden Tierarzt. Auf jeden Fall sollten alle Leckerlis vermieden werden, die zwar aussehen wie Fleischbällchen aber in Wahrheit nichts anderes als kohlenhydratreiche Sojaprodukte sind.

 

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