Ist es okay Hunde vegan zu ernähren?

Filed in Allgemein, Ernährung, Hundefutter by on 27. April 2019 • views: 642

Lesezeit: 11 Minute(n)

Einen Hund vegan zu ernähren ist eine immer häufiger vorkommende Ernährungsart, meist mit dem Hintergrund den Fleischanteil für die Futtermittelindustrie zu senken. Auch der Tierschutz spielt eine wichtige Rolle und die persönliche Vorliebe.

Geringer Fleischanteil in vielen Futtersorte

Gehen wir von dem Hund aus, ist die vegane Ernährung eine Form, die heute sehr sehr häufig ohne das es jemand direkt bemerkt schon ausgeführt wird. Schaut man sich die Futtermittel an, die heute in vielen Geschäften, gerade auch bei den Discountern stehen, haben wir wenn es hoch kommt einen Fleischanteil von 25% in der Regel sind es aber die vom Gesetzgeber geforderten (mind. 4%) Fleischanteil. Der Rest ist komplett Getreide und ein wenig Gemüse. Die Futtermittelindustrie fordert dass das Futter alle lebensnotwendigen Nährwerte abdeckt. Wie das Zustande kommt, ist der Futtermittelindustrie schnuppe, das wir dem jeweiligen Hersteller überlassen. Der benötigte Eiweissanteil kann niemals aus 4% Fleisch kommen. Da wird das Eiweiss aus Getreidemehlen gewonnen. Solange der Hund seinen benötigten Eiweiss- und Nährstoffbedarf damit auf dem Papier decken kann, ist allem Sorge getragen.

Verdaulichkeit von Hundefutter

Nur geht es bei den eingesetzten Futtermitteln in erster Linie um das verdauliche Protein. Der Spaltungvorgang von Eiweiss in die benötigten Aminosäuren belasten den Organismus und die Organe höher, wenn die Aminosäuren erst einmal aus dem vermentierten Getreide herausgeholt werden müssen. Da ist Fleisch und ich meine damit Muskelfleisch und kein gemahlenes K3 Schlachtabfallfleisch wesentlich schneller und weniger belastend für die Bauspeicheldrüse, die den Vorgang auch managed. Der Organismus des Hundes hat im Laufe seiner Domestikation gelernt, aus pflanzlichen Quellen sein so wichtiges Eiweiss zu spalten, hat die entsprechenden Enzyme entwickelt, benötigt aber sehr viel Energie um das hin zu bekommen. Und es kommt dazu, dass die pflanzlichen Quellen sehr kohlenhydrathaltig sind und somit ein immenser Gluckose/Stärke/Zucker Anteil gebildet wird, der den Blutzuckerspiegel permanent in die Höhe treibt, was aber gar nicht sein muss, und damit die Bauchspeicheldrüse permanent einen sehr hohen Anteil an Insulin bilden muss!

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Der Hohe Anteil an Insulin bewirkt nach und nach erste eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung gefolgt von einer chronischen und einem Diabetes Mellitus. Mal abgesehen von den anderen Organen wie das Stoffwechselorgan Leber und die entgiftende Niere. Drehen wir die Zeit zurück, bevor es die Futtermittelindustrie und das Futtermittelmarketing gab. Da war Fleisch echt Mangelware. Hunde lebten aufgrund der schlechteren Ernährungssituation nicht so lange. Bei den meisten Hunden war nach 4 bis 5 Jahren das Lebensende erreicht. Der Hund wurde unter anderem als Arbeitstier eingesetzt und half bei der schweren Feldarbeit. Zuchten kamen erst später dazu. Was hat der Hund da zu fressen bekommen.

Fresst Schlampe

Schlampe hiess das gute Gericht. Bestehend aus Kartoffeln und den ersten Brotsorten, die damals nicht nur aus Getreide waren. Das waren oftmals eher Hülsenfrüchte. Vielfach bekamen die Hunde jenes Brot, das auch ihre Besitzer assen. In der Regel jedoch erst,  wenn es alt und hart war … Meist handelte es sich um Weizen-, Dinkel- oder Gerstenbrot, das in  Stücke zerteilt und anschliessend „verfeinert“ wurde. Womit, war abhängig von der Arbeitsleistung und  damit der Belastung des Hundes. Oft wurde das zerkleinerte Brot einfach nur mit Wasser zu einem  Brei verrührt – die sogenannte Schlampe – die über Jahrhunderte hinweg die klassische  Hundenahrung darstellte. Üblich war es ferner, die Brotstücke mit Molke, Milch und Brühe anzumachen; meist mit Bohnenbrühe. Hunde, die stärkerer Belastung ausgesetzt waren, bekamen auch einmal  Brühe aus Fleischresten oder Knochen. Wurden die Hunde an Höfen oder Adelshäusern gehalten gab es zur Schlampe auch Fisch wie fettige Makrelen oder Lachs bzw. Austern. Oder es wurde zur Proteinerhöhung und für das Fell Ei mit durch die Schlampe gegeben.

Gesunde Hundenahrung

Wird der Hund nur Vegan ernährt, gehen ihm lebenswichtige Elemente die aus dem Blutkreislauf von Tieren stammen und im Fleisch enthalten sind verloren und müssen adäquat zugesetzt werden. Von daher ist von einer rein veganen Ernährung abzusehen. Da gibt es ausreichende und sehr gute Alternativen, sowohl als Trockenfutter und auch Nassfutter, die in einer individuellen Ernährungsberatung ausgearbeitet werden können. Aktuell kommen immer mehr Hersteller von Trockenfutter dazu, ihr Produkt anderen, besseren Herstellungsverfahren zu unterziehen und immer mehr frische Produkte anstelle Chemie einzusetzen. Auch die Hersteller von Nassfutter lernen dazu und bedienen sich nicht nach Belieben aus den Schlachtabfällen der Futtermittelindustrie sondern von regionalen gut eingeführten Fleischlieferanten.

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