Zecken beim Hund

Filed in Gesundheit by on 25. Mai 2018 • views: 125

Zecken, die man in Deutschland auch unter der Bezeichnung Holzbock kennt, sind Parasiten. Das bedeutet, sie ernähren sich durch ein anderes Lebewesen, ihren Wirt. Im Fall der blutsaugenden Zecken ist der Wirt stets ein Wirbeltier. Da auch Menschen zu den Wirbeltieren gehören, plagen Zecken sowohl Menschen als auch Wild- und Haustiere. Biologen zählen Zecken zu den Spinnentieren, denn tatsächlich haben sie wie alle Spinnen acht Beine. Innerhalb der Spinnentiere werden sie der Gruppe der Milben zugeordnet, deren größte Exemplare sie darstellen. Knapp eintausend verschiedene Arten sind auf der ganzen Welt verbreitet. Der gemeine Holzbock ist die bekannteste, aber nicht die einzige in Deutschland lebende Art.

Zecken werden in freier Wildbahn ungefähr fünf Jahre alt und können jahrelang ohne Nahrung auskommen. Sie leben am Boden oder in Bodennähe im Wald oder auf Wiesen. Feuchtwarme Witterung lässt sie besonders aktiv werden, aber auch Trockenheit oder Kälte bedeuten nicht, dass Zecken nicht auf Nahrungssuche gehen – sie bewegen sich dann nur weniger. Selbst in den Wintermonaten sie nicht völlig inaktiv und können problemlos unter einer Schneedecke überleben.

Der umgangssprachlich meist gebrauchte Ausdruck „Zeckenbiss“ ist nicht ganz richtig, denn Zecken saugen das Blut über einen kleinen Rüssel. Daher handelt es sich genau genommen um einen Stich.

Zecken gefährden die Gesundheit des Hundes

Mücken beispielsweise sind auch blutsaugende Parasiten und erscheinen auf den ersten Blick viel lästiger, weil sie Beschwerden wie juckende und eventuell entzündete Stiche verursachen, während der Stich einer Zecke für das Opfer nicht zu bemerken ist. Dennoch sind die Folgen eines Stiches bei Zecken deutlich schwerwiegender, weil die möglicherweise dabei übertragenen Krankheitserreger gefährlicher sind. Es kann zu Infektionen mit Viren oder Bakterien kommen.

Am häufigsten sind Ansteckungen durch Zecken beim Hund mit Ehrlichiose, Babesiose, Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Die Infektion mit Borrelien verursacht vor allem schubweise auftretende Gelenkprobleme und als Spätfolgen Schäden am Bewegungsapparat und neurologische Symptome. Hunde, die sich mit FSME angesteckt haben, müssen nicht immer auch Krankheitssymptome entwickeln. In schweren Verläufen, zum Beispiel bei Tieren mit geschwächtem Immunsystem, kann sich aber durchaus eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung entwickeln. Borreliose und FSME sind Krankheiten, die auch Menschen bekommen können, allerdings nur direkt über einen Zeckenstich. Die Ansteckung eines Menschen durch einen infizierten Hund ist noch nie festgestellt worden.

Klar ist, die Gefahren, die Zeckenstiche mit sich bringen, gehen weit über den Blutverlust hinaus und deshalb sollten Hundehalter wissen, wie man ihnen am besten begegnet.

Zeckenprophylaxe beim Hund

Wie immer gilt auch hier „Vorbeugen ist besser als heilen.“ Um zu vermeiden, dass Zecken überhaupt auf den Hund kommen gibt es Abwehrmittel, sogenannte Repellents, die ebenso wirken wie Mückenspray für Menschen. Der Körpergeruch wird für die Nasen der Blutsauger so verändert, dass sie ihr Opfer schlicht nicht mehr erschnüffeln können und deshalb hoffentlich weg bleiben. Eine solche Wirkung kann auch durch Knoblauch erreicht werden. Dabei ist es völlig egal, ob der in Pulverform oder frisch verabreicht wird. Der Vorteil dieser Präparate liegt in ihrer guten Verträglichkeit für Hund und Umwelt. Leider funktioniert die Abwehr von Zecken damit nicht immer zuverlässig. Man kann das trotzdem ausprobieren, sollte dann aber den Hund regelmäßig sorgfältig auf Zecken kontrollieren und ggf. doch vorhandene entfernen.

Die sogenannten Spot-on-Präparate, die als Flüssigkeit auf die Haut geträufelt werden, sind erheblich sicherer, weil sie spinnentötende Insektizide enthalten, die auf Zecken bereits bei Hautkontakt mit dem Hund wirken. Funktioniert das noch nicht ausreichend, sterben sie spätestens beim ersten Versuch, Blut zu saugen. Es gibt auch Sorten, die aus einer Kombination aus einem Repellent und einem Insektizid bestehen. Floh- und Zeckenhalsbänder wirken auf die gleiche Weise. Der Preis der sicheren Wirkung sind die Nebenwirkungen. Es kann zu Unverträglichkeiten beim Hund kommen und schädlich für Wasserorganismen sind die insektizidhaltigen Mittel in jedem Fall. Deshalb dürfen Hunde, die ein Spot-on oder ein entsprechendes Halsband bekommen haben, nicht in Flüssen und Seen baden. Halsbänder können zum Schwimmen abgenommen werden.

Für Katzen sind die verwendeten Insektizide schon in kleiner Dosis lebensgefährlich, deswegen sollten Hundehalter, die auch Katzen haben, daran denken, dass die das Insektizid aufnehmen könnten, wenn sie den Hund abschlecken.

Methoden zur Zeckenentfernung beim Hund

Hat es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Zecke doch auf den Hund geschafft, muss sie so schnell wie möglich entfernt werden. Findet man sie, bevor sie sich festsaugen konnte, ist das am schnellsten mit der bloßen Hand erledigt. Steckt sie bereits fest, bevorzugen einige Halter und Hunde ebenfalls das Ausreißen mit den Fingern, was mit ein wenig Übung auch problemlos möglich ist. Für alle, die die Zecke nicht anfassen mögen, gibt es verschiedene Werkzeuge, die bei der mechanischen Entfernung von Zecken beim Hund helfen:

Eine Zeckenkarte besteht aus Kunststoff und ähnelt einem kleinen Spachtel. Sie hat eine V-förmige Aussparung, mit der sie unter die Zecke geschoben wird, um den Blutsauger heraus zu hebeln. Die Methode erfordert ein wenig Übung. Vor allem ist darauf zu achten, dass die Zecke nach dem Ausreißen nicht erneut auf den Hund fällt und im Fell verschwindet. Dies geschieht umso schneller, je zappeliger der vierbeinige Liebling die Prozedur gestaltet.

Am weitesten verbreitet sind Zeckenpinzetten, deren Handhabung recht einfach ist. Für Zecken, die sich bereits vollgesaugt haben, eignen sich Pinzetten, die sich nicht ganz schließen, am besten. Für alle anderen sind solche mit spitzen, gebogenen Enden, die optimal unter die Zecke geschoben werden können, besser zu verwenden.

Das Zeckenlasso sieht fast aus wie ein Kugelschreiber und funktioniert mittels einer Schlinge, die um die Zecke gelegt wird. Die Anwendung erfordert einiges Geschick und ist eher weniger beliebt.

Pinzetten und Karten sind klein und leicht, weswegen es einfach ist, sie immer dabei zu haben. Sie sind auch recht preiswert, sodass man sich durchaus mehrere Werkzeuge zulegen kann. Es ist nicht sinnvoll, mit der Zeckenentfernung zu warten, bis man nach einem Spaziergang wieder zu Hause ist, weil in dieser Zeit die saugende Zecke bereits Krankheitserreger übertragen könnte. Es ist im Grunde egal, wie man die Zecke ausreißt, wichtig ist nur, es schnell und auf dem kürzesten Weg zu tun. Oft hört man den Rat, die Zecke heraus zu drehen. Eine Zecke ist aber keine Schraube mit Gewinde, sodass diese Methode keinen wirklichen Sinn hat. Von Verfahren, bei denen Öl oder Lösungsmittel auf die Zecke getropft werden, um sie zu töten, ist eher abzuraten, denn es funktioniert nicht und erhöht die Verweildauer der Zecke unnötig.

Die Angst, der Kopf der Zecke könnte abreißen, ist unnötig. Wenn nach der Entfernung noch Teile der Zecke in der Einstichstelle stecken, handelt es sich eher um Reste der Beißwerkzeuge, die normalerweise beim Hund dort belassen werden können, bis sie von selbst abfallen.

Die fachgerechte Entsorgung der Zecke

Hat man die Zecke nun glücklich entfernt, stellt sich das Problem ihrer Entsorgung, besonders wenn man schon wieder im heimischen Haushalt ist. Zecken in den Müll oder in die Toilette zu werfen, genügt vielen Hundehaltern nicht, weil die Zecke das unbeschadet überlebt. Soll sie sicher getötet werden, wickelt man sie am besten in Papier und zerdrückt sie dann mit einem harten Gegenstand. Auch das Verbrennen der Zecke ist recht beliebt und wirksam. Sollte man bei der Entfernung der Zecke schon eine Schwellung, Rötung oder andere Alarmsignale an der Einstichstelle entdeckt haben, kann es hilfreich sein, die Zecke einzufrieren. Sie kann dann aufgetaut und in einem Labor untersucht werden, falls es nötig wird, einen Krankheitserreger genau zu bestimmen.

Das Märchen von der „Zeckenimpfung beim Hund“

Eine Imfpung gegen von Zecken übertragene Krankheitserreger ist beim Hund überhaupt nur im Fall der Borreliose möglich. Hierbei sollte der Halter darauf achten, dass der Impfstoff gegen die wichtigsten drei Borrelienstämme wirkt, denn das tun nicht alle angebotenen Medikamente. Die Impfung sollte sorgfältig mit dem Tierarzt beraten werden. Dazu gehört auch, gründlich zu überlegen, ob sie für den einzelnen Hund überhaupt sinnvoll ist. Die Impfung hat nicht nur Nebenwirkungen, sondern es besteht ein gewisses Risiko, dass es bei Hunden, die bereits nach einer Infektion Antikörper gegen Borrelien gebildet haben, infolge der Impfung zum Ausbruch der Krankheit kommt. Deshalb kann man nicht generell zur Borrelioseimpfung raten.

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